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Ausbildung in Traditioneller Chinesischer Medizin
Organisation/Anmeldung: Shambhala, Josefstädterstr.5, A-1080 Wien
http://www.shambhala.at/index.php?id=833&fmid=127
Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) basiert auf dem Prinzipien des „fließenden Qi“ – der Lebensenergie - und von Yin und Yang sowie auf der Lehre der fünf Elemente der klassischen chinesischen Philosophie. Sie nimmt wegen ihres ganzheitlichen Ansatzes und ihres vorbeugenden Behandlungskonzepts einen wesentlichen Platz in der Ergänzung und Erweiterung der westlichen Medizin ein – beispielsweise in der Behandlung chronischer Krankheiten . Der Tai Chi Verein SHAMBHALA beschäftigt sich seit 1984 mit Themen aus der TCM und veranstaltet als einer der ältesten Anbieter in Österreich seit 1994 regelmäßig einschlägige Fortbildungen. Unter den mehreren hundert AbsolventInnen dieser Kurse finden sich renommierte und nunmehr etablierte ÄrztInnen, die die TCM in ihre tägliche Arbeit einfließen lassen, bzw. jetzt auch selbst TCM in verschiedenen Organisationen unterrichten.
Die „Shambhala Schule für Traditionelle Chinesische Medizin“ bietet eine dreijährige ganzheitliche Fortbildung an. Sie vermittelt die grundlegenden Kenntnisse von Anatomie, Physiologie und Pathologie aus der Sicht der TCM und baut darauf ein umfassendes Anwendungskonzept auf. Claude Diolosa verfügt über mehr als dreißig Jahre an Erfahrung in der TCM. Seit vielen Jahren bereist er regelmäßig China, Tibet und Nepal, um im direkten Kontakt mit TCM-ÄrztInnen und Meistern der traditionellen chinesischen Lebenshaltung sein Wissen zu erweitern und lebendig zu halten. Mit ihm haben wir einen der profundesten westlichen Kenner der philosophischen Basis und der alltäglichen Praxis der TCM gewonnen. Mit seinem ganzheitlichen Blickwinkel gewährleistet er die authentische und immer wieder aktuelle Vermittlung der Inhalte. Das Spezifikum dieser Fortbildung ist die Einbettung der traditionellen medizinischen Inhalte in den philosophischen und spirituellen Überbau sowie deren praktische Verbindung zu unserem westlichen Verständnis. Bei Interesse besteht die Möglichkeit, diese Fortbildung durch Praktika an chinesischen oder nepalesischen Kliniken zu ergänzen. Auch Studienreisen nach China können über die „Shambhala Schule für TCM“ und/oder das „Avicenna Institut für Traditionelle Naturheilkunde“ (Frankreich) organisiert werden. Sowohl Praktika als auch Studienreisen sind nicht im Preis dieser Fortbildung inbegriffen.
Zielgruppe Diese Fortbildung richtet sich in erster Linie an ÄrzteInnen, ApothekerInnen/PharmazeutInnen und an alle, die in Heilberufen tätig sind. Es ist uns ein Anliegen, Menschen mit Erfahrungen und entsprechenden Ausbildungen in den diversen Heilberufen fundiertes theoretisches und praktisches Wissen in der TCM zu vermitteln. Auch interessierten Personen ohne spezifische Vorkenntnisse kann das Wissen um die Grundlagen der TCM zusätzlich wesentliche neue Perspektiven eröffnen und ggf. ergänzend zur eventuellen ärztlichen Behandlung wertvolle Impulse im Umgang mit der eigenen Gesundheit bringen und energetische Ungleichgewichte ausgleichen helfen (z. B. sinnvoller Einsatz von Lebensmitteln, westlichen Kräutern und Teemischungen; Körperübungen ...). Diese Fortbildung dient der Vermittlung von Kenntnissen der TCM und ersetzt kein universitäres Medizinstudium.
Inhalte / Grundlagen Diese Fortbildung umfasst sowohl die Grundlagen als auch die Pathologie der Traditionellen Chinesischen Medizin und entspricht den Modulen 1 und 2 des von Claude Diolosa entwickelten Fortbildungskonzepts . Im Detail werden folgende Inhalte vermittelt:
Psychologie: Aus Sicht der TCM sind Krankheiten ursächlich mit emotionellen Gewohnheiten verbunden. Deshalb ist die Psychologie für das Verständnis der Krankheits- und Gesundheitslehre der TCM von größter Bedeutung. Die Funktion des Geistes wird anhand der Fünf Wandlungen definiert, und die Emotionen werden nach Organ-Merkmalen klassifiziert.
Astrologie des I-Ging: Die Chinesische Astrologie und die Lehre des I-Ging lassen nach dem Verständnis der TCM den Ursprung von Krankheiten ergründen. Die Astrologie besteht aus mehreren sich ergänzenden Systemen. Zwei davon sind von wesentlicher Bedeutung für die TCM: die „Himmelsstämme und Erdezweige Astrologie“ auch „Ba Zi“ genannt und die „Neun Sterne Astrologie“. Das Verständnis der chinesischen Astrologie erweist sich als wertvolle Basis für das anamnestische – therapeutische Gespräch mit dem/der PatientIn.
Physiologie und Anatomie der Zang Fu: Anatomie bzw. die Meridianlehre und Physiologie bilden sind wesentliche Grundlagen der TCM. Es ist sehr wichtig, sie mit Genauigkeit zu erlernen um gut auf die Pathologie und sehr komplexe Krankheitsbilder vorbereitet zu sein. Besonders wird auf die Funktion des Dreifach Erwärmers „San Chiao“ (Metabolismus/Stoffwechsel) und die 8 Wundergefäße eingegangen. Die Physiologie schafft das Fundament für ein ganzheitliches Verständnis des Menschen und seiner Beschwerden.
Physiologie von Qi, Körperflüssigkeiten, Blut, Yin und Yang: Die Physiologie der Zang Fu bereitet den Boden für die Physiologie von Qi, Körperflüssigkeiten, Blut, Yin und Yang. Der Körper und auch jedes einzelne Organ (Zang Fu) besteht aus diesen 5 Komponenten, die auch als Säulen bezeichnet werden. Diese Säulen halten das gesamte Gleichgewicht des Körpers aufrecht. Eine Störung innerhalb der Säulen kann der Beginn einer chronischen Erkrankung sein. Die Pathologie der 5 Säulen ist von großer Bedeutung, da sie die Zusammenhänge der Physiologie mit Energetischen Ungleichgewichten im Körper definiert. Bereits am Anfang der Fortbildung werden die ersten Kräuter, Rezepturen und Akupunkturpunkte erwähnt. So werden die Physiologie des Menschen, die Basis der Pathologie und die Interpretation vieler Krankheitsbilder in Zusammenhang mit dem späteren therapeutischen Vorgehen gebracht.
Grundlagen der Differenzialdiagnostik: Claude Diolosa hat in langer Forschungsarbeit ein TCM „Mindmapping“ entwickelt, das die Fünf Wandlungen (Wu Xing), Liu Jing (Sechs Schichten), Si Fen (Vier Ebenen), Ba Gang (Acht Leitkriterien), San Chiao, Organzeit, Yin/Yang und die 5 Säulen gemeinsam in ein harmonisches Bild setzt.
Grundlagen von Puls-, Zungen- und Gesichtsdiagnostik: Eine Diagnose wird in der TCM vor allem aus Puls-, Zungen- und Gesichtsmerkmalen erstellt. Dem entsprechend ist ein Seminar der Fortbildung der Einführung in die 28 wichtigsten Merkmale der Puls- und Zungendiagnostik gewidmet.
Grundlagen der Pharmakologie: Die TCM besteht zu 80% aus Kräuterheilkunde und es gibt keine Pflanze, kein Mineral und kein Tierprodukt, das nicht bereits genauestens von traditionellen Wissenschaftlern erforscht wurde. Im Fortbildungskonzept von Claude Diolosa werden Einzelkräuter und Rezepturen schon von Beginn an unterrichtet.
Grundlagen der Akupunktur/Akupressur: Akupunktur ist die höchste aller Künste der TCM3)! Einfach zu erlernen aber sehr schwer zu beherrschen. In diesem Abschnitt wird besonders auf die Meridianlehre Bezug genommen, auf die die Lehre von den Akupunkturpunkten und deren Kombinationen aufbaut. Daneben wird auf die wichtige Verbindung von Akupunktur/Akupressur und Qigong sowie auf folgende Methoden eingegangen: Moxa, Schröpfen und Gua Sha
Pathologie: Die Kenntnis der Pathologie bildet die Basis für die klinische Arbeit. Sie baut auf den Zang Fu - Organen und deren Störungen auf und gibt eine Einführung in die Infektionslehre. Die Vermittlung der Pathologie umfasst 6 Seminareinheiten, die den 5 Elementen der traditionellen chinesischen Philosophie und den Systemen der Infektionslehre von „Shan Han Lun“ und „Wen Bing Lun“ entsprechen. : Die fünf „Leere-Muster“ und die sieben „Fülle-Muster“ werden auf den jeweiligen Organkreis bezogen und so das Verständnis der Krankheitslehre vertieft. Bei jedem Organ werden zu den jeweiligen Mustern diätetische Empfehlungen gegeben. Außerdem werden die entsprechenden Magister-Rezepturen und Akupunktur-Kombinationen besprochen. In Kombination mit der Vertiefung der Meridianlehre und der Diagnostik werden die therapeutischen Herangehensweisen vermittelt und geübt. Die Anwendung der therapeutischen Kenntnisse bleibt ausschließlich ÄrztInnen vorbehalten
Abschluss Nach Absolvierung aller vorgeschriebenen Termine kann eine Prüfung abgelegt werden. Diese Prüfung ist nicht Teil der Fortbildung.
Kooperationspartner Universität für TCM in Chengdu, China
Struktur Dreijährig mit vier jeweils fünftägigen Seminaren pro Jahr (insgesamt 12 Seminare bzw. 480 Unterrichtseinheiten á 45 Minuten) plus Selbststudium (Hausaufgaben, Literaturarbeit etc.; mindestens 60 Unterrichtseinheiten á 45 min). Insgesamt umfasst die Fortbildung mindestens 540 Unterrichtseinheiten á 45 min. Aufbauend auf diesen Grundkurs werden verschiedene Fortbildungszyklen – zB „Differenzialdiagnostik“ - und/oder Spezialseminare in Österreich/Frankreich/China angeboten. Entsprechende Informationen werden etwa jeweils ein Jahr vor Beginn bekannt gegeben. Spezialfolder bitte im Shambhala-Büro anfordern!
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